Luft nach oben - der Beatmungspodcast

Von Prof. Dr. Georg Mols, D.E.A.A., MBA & Romina Hohenhaus
Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin
Ortenau-Klinikum Lahr, Schwarzwald

Im Podcast besprechen wir die physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen des pulmonalen Gasaustauschs und des respiratorischen Systems, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten respiratorischer Störungen. U.a. sprechen wir über die Einstellung der Beatmung oder assistierten Spontanatmung, HighFlow und NIV, die Bauchlage und viele andere Maßnahmen.
Der Podcast richtet sich sowohl an Einsteiger in die Anästhesie und Intensivmedizin als auch Kolleginnen und Kollegen, die schon viel anästhesiologische und intensivmedizinische Erfahrung haben und sich mit den physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen auseinandersetzen wollen.

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Luft nach oben - der Beatmungspodcast

Neueste Episoden

Folge 23: Driving Pressure

Folge 23: Driving Pressure

‧ 13m 49s

Der Driving Pressure ist die Differenz zwischen Plateaudruck und PEEP. Er ist ein Surrogatparameter für die Energieeinwirkung pro Atemzug auf die Lunge. Amato und Kollegen haben 2015 eine retrospektive Datenanalyse und die Idee des Driving Pressure vorgestellt. Die Autoren konnten zeigen, dass die Letalität bei größerem Driving Pressure ansteigt, bei geringerem Driving Pressure sinkt.
Der Driving Pressure wird nun sowohl in klinischen Untersuchungen als auch schon am Patientenbett in der Routine verwendet, um die Beatmung einzustellen. Das kann man durchaus so machen. Allerdings steht der harte Nachweis, dass die Letalität dadurch sinkt, noch aus. Die Idee ist bestechend. Vorteilhaft ist...

Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck

Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck

‧ 10m 45s

In der heutigen Folge besprechen wir den Spitzendruck und den Plateaudruck. Für die Dehnung und mögliche Überdehnung der Lunge ist lediglich der Plateaudruck relevant. Der Spitzendruck, aber vor allem die Differenz zwischen Spitzendruck und Plateaudruck wird durch die Gasströmung und die Atemwegswiderstände bestimmt. Ein isolierter Anstieg des Spitzendrucks weist dann auf ein Problem mit dem Atemweg hin.
Bedacht werden sollte auch, dass sich Spitzen- und Plateaudruck nur bei volumenkontrollierter Beatmung relevant unterscheiden. Bei druckkontrollierter Beatmung oder BIPAP unterscheiden sich Spitzen- und Plateaudruck nicht.
In der Folge diskutieren wir nach diesen Vorüberlegungen die Bedeutung des Plateaudrucks für die Einstellung der Beatmung....

Folge 21: Rekrutierungsmanöver

Folge 21: Rekrutierungsmanöver

‧ 14m 1s

Rekrutierungsmanöver wurden lange Zeit auch bei ARDS-Patienten empfohlen bzw. vorgeschlagen. Die vor allem von Burkhard Lachmann in seinem Editorial "Open up the lung and keep the lung open" propagierte Idee war, alle erreichbaren Alveolen zu eröffnen, damit das Atemzugvolumen auf mehr offenes Lungenvolumen zu verteilen und die einzelnen Alveolen somit vor Überdehnung und Scherkräften zu stützen.
Leider funktioniert das jedoch nur bei gesunder oder bei Früh-ARDS, bei dem die Lunge noch nicht strukturell verändert ist. Bei fortgeschrittenem ARDS gelingt das nicht mehr, schon allein weil die abhängigen Lungenpartien voll Zellschrott und Eiter sind. Diese Alveolen kann man auch mit sehr...

Folge 20: Andere Lagerungen

Folge 20: Andere Lagerungen

‧ 11m 51s

In dieser Episode besprechen wir Alternativen zur Bauchlage, also die 135-Grad-Schwimmer-Position und die 90-Grad-Seitenlage.
Die 135-Grad-Lagerung ist beliebt, weil sie weniger aufwändige ist und seltener zur Druckschäden führt. Allerdings gibt es für ihre Anwendung beim ARDS mit beidseitiger Pathologie keine Evidenz. Auch pathophysiologisch ist klar, dass die 135-Grad-Lagerung nicht gleich wirksam wie die echte Bauchlage sein kann.
Gleichwohl hat sie genauso wie die 90-Grad-Lagerung eine vernünftige Indikation: Einseitige Pathologien und insbesondere einseitige Atelektasen.