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Folge 23: Driving Pressure

Folge 23: Driving Pressure

‧ 13m 49s

Der Driving Pressure ist die Differenz zwischen Plateaudruck und PEEP. Er ist ein Surrogatparameter für die Energieeinwirkung pro Atemzug auf die Lunge. Amato und Kollegen haben 2015 eine retrospektive Datenanalyse und die Idee des Driving Pressure vorgestellt. Die Autoren konnten zeigen, dass die Letalität bei größerem Driving Pressure ansteigt, bei geringerem Driving Pressure sinkt.
Der Driving Pressure wird nun sowohl in klinischen Untersuchungen als auch schon am Patientenbett in der Routine verwendet, um die Beatmung einzustellen. Das kann man durchaus so machen. Allerdings steht der harte Nachweis, dass die Letalität dadurch sinkt, noch aus. Die Idee ist bestechend. Vorteilhaft ist...

Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck

Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck

‧ 10m 45s

In der heutigen Folge besprechen wir den Spitzendruck und den Plateaudruck. Für die Dehnung und mögliche Überdehnung der Lunge ist lediglich der Plateaudruck relevant. Der Spitzendruck, aber vor allem die Differenz zwischen Spitzendruck und Plateaudruck wird durch die Gasströmung und die Atemwegswiderstände bestimmt. Ein isolierter Anstieg des Spitzendrucks weist dann auf ein Problem mit dem Atemweg hin.
Bedacht werden sollte auch, dass sich Spitzen- und Plateaudruck nur bei volumenkontrollierter Beatmung relevant unterscheiden. Bei druckkontrollierter Beatmung oder BIPAP unterscheiden sich Spitzen- und Plateaudruck nicht.
In der Folge diskutieren wir nach diesen Vorüberlegungen die Bedeutung des Plateaudrucks für die Einstellung der Beatmung....

Folge 21: Rekrutierungsmanöver

Folge 21: Rekrutierungsmanöver

‧ 14m 1s

Rekrutierungsmanöver wurden lange Zeit auch bei ARDS-Patienten empfohlen bzw. vorgeschlagen. Die vor allem von Burkhard Lachmann in seinem Editorial "Open up the lung and keep the lung open" propagierte Idee war, alle erreichbaren Alveolen zu eröffnen, damit das Atemzugvolumen auf mehr offenes Lungenvolumen zu verteilen und die einzelnen Alveolen somit vor Überdehnung und Scherkräften zu stützen.
Leider funktioniert das jedoch nur bei gesunder oder bei Früh-ARDS, bei dem die Lunge noch nicht strukturell verändert ist. Bei fortgeschrittenem ARDS gelingt das nicht mehr, schon allein weil die abhängigen Lungenpartien voll Zellschrott und Eiter sind. Diese Alveolen kann man auch mit sehr...

Folge 20: Andere Lagerungen

Folge 20: Andere Lagerungen

‧ 11m 51s

In dieser Episode besprechen wir Alternativen zur Bauchlage, also die 135-Grad-Schwimmer-Position und die 90-Grad-Seitenlage.
Die 135-Grad-Lagerung ist beliebt, weil sie weniger aufwändige ist und seltener zur Druckschäden führt. Allerdings gibt es für ihre Anwendung beim ARDS mit beidseitiger Pathologie keine Evidenz. Auch pathophysiologisch ist klar, dass die 135-Grad-Lagerung nicht gleich wirksam wie die echte Bauchlage sein kann.
Gleichwohl hat sie genauso wie die 90-Grad-Lagerung eine vernünftige Indikation: Einseitige Pathologien und insbesondere einseitige Atelektasen.

Folge 19: Bauchlage: Wann ist sie indiziert und wie gehen wir praktisch vor?

Folge 19: Bauchlage: Wann ist sie indiziert und wie gehen wir praktisch vor?

‧ 12m 8s

Nach Erörterung der Wirkmechanismen der Bauchlage geht es heute mehr um praktische Aspekte: Wann ist die Bauchlage konkret indiziert? Was hat sie für Komplikationen? Wie kann man diese unwahrscheinlicher machen? Wie gehen wir praktisch vor? Wie lange sollte der Patient pro Tag auf dem Bauch liegen? Wie lange im Krankheitsverlauf? Wann hören wir mit der Bauchlagerung wieder auf?

Ab sofort gehen wir in den Sommer-Modus. Die nächsten Folgen erscheinen nun nicht mehr in wöchentlichen, sondern in 4-wöchentlichen Abständen. Die nächste Folge (Folge 20: Andere Lagerungen) erscheint somit am 3.7.2026.

Folge 18: Bauchlage: Warum und warum wirkt sie?

Folge 18: Bauchlage: Warum und warum wirkt sie?

‧ 14m 48s

Die heutige Folge wurde live auf dem KOSII in Konstanz aufgenommen. Wir besprechen die Evidenz für die Bauchlage und ihre Wirkmechanismen. D.h. es geht primär um die Frage, warum die Bauchlage beim schweren ARDS die Überlebenschancen unserer Patienten verbessert.
In der nächsten Folge geht es um praktische Aspekte der Bauchlage, also wann, wie lange am Tag, wie lange im Krankheitsverlauf und wie.

Folge 17: PEEP bei ARDS

Folge 17: PEEP bei ARDS

‧ 17m 49s

In der heutigen Folge sprechen wir über den PEEP bei ARDS. In der klinischen Praxis wird der PEEP oft nach der Oxygenierung eingestellt. Auch die berühmte Studie des ARDS-Network nutzte die Oxygenierung als Basis für die Einstellung des PEEP (vgl. Literatur in den Shownotes). Hier wurden die allseits bekannten FiO2/PEEP-Tabellen entwickelt, die sich auf vielen Intensivstationen finden.
Die Studie zeigte keinen Unterschied in der Überlebensrate zwischen Hoch- und Niedrig-PEEP-Strategie. Möglicherweise war der PEEP in beiden Gruppen zu niedrig. Viel problematischer ist aber, die Oxygenierung als Basis für die PEEP-Einstellung heranzuziehen. Die Überlegungen dahinter besprechen wir im Podcast. Ebenso, welche Alternativen...

Folge 16: Tidalvolumen bei ARDS

Folge 16: Tidalvolumen bei ARDS

‧ 13m 58s

In dieser Folge sprechen wir über das Tidalvolumen (Atemzugvolumen) bei ARDS-Patienten. Lange Zeit wurden 6 mL/kg bezogen auf das Idealgewicht empfohlen. Schon seit gut 20 Jahren ist jedoch klar, dass diese strikte Empfehlung keine gute wissenschaftliche Basis hat. Daher wurden nun endlich die einschlägigen Empfehlungen und Leitlinien korrigiert.
Wir sprechen auch über die notwendige Individualisierung des Atemzugvolumens und die praktischen Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin.

Folge 15: Modi der kontrollierten Beatmung

Folge 15: Modi der kontrollierten Beatmung

‧ 16m 50s

Heute sprechen wir über die verschiedenen Modi der kontrollierten Beatmung.
Zunächst klären wir die Begriffe druckgesteuert, zeitgesteuert, druckkontrolliert und volumenkontrolliert. Dann diskutieren wir das Flussmuster der beiden zeitgesteuerten Modi (druckkontrolliert und volumenkontrolliert) und ihre postulierten und realen Vor- und Nachteile. Schließlich besprechen wir die Indikationen der beiden Modi und ihren Abwandlungen bzw. Weiterentwicklungen.

Folge 14: Die Intubation auf der Intensivstation

Folge 14: Die Intubation auf der Intensivstation

‧ 16m 1s

Die Intubation auf der Intensivstation hat ganz andere Herausforderungen als die Intubation im OP. Der Gasaustausch ist oft eingeschränkt, der Patient ist in der Regel nicht nüchtern bzw. hat eine gestörte Magenentleerung, der Kopf des Patienten ist oft schlechter zugänglich als im OP, das Equipment ist oft schlechter als in der Anästhesie etc. Die Intubation kommt zwar auf der Intensivstation häufig vor. Dennoch ist die Routine aller Beteiligten in der Anästhesie in aller Regel größer.
Wir besprechen, wie man diese Fallstricke beherrscht und den Intubationsvorgang so sicher wie irgend möglich macht.